| "Nicht nur wegen seiner Lage, sondern auch wegen der
Vergangenheit ist Novi, oder wie es früher hieß, Novigrad, einer der
bedeutensten Orte von Vinodol. Das alte Städtchen mit seinem einst gut befestigtem Kastell liegt gerade an der Stelle, wo Vinodol an der Meeresküste endet. Auch die Umgebung von Novi mit ihren Naturschönheiten gehört zum Schönsten was es in Vinodol und im ganzen Hrvatsko Primorje gibt." So schrieb der Schriftsteller Emilije Laszowski in seinem Buch "Gorski kotar und Vinodol" 1923 über Novi Vinodolski. Voller Liebe für seine Heimatstadt schreibt der kroatische Schriftsteller Vladimir Fran Mažuranić: "Meine alte Stadt, wie liebe ich dich. Mit deinem Nordwind, mit deinem Meer und mit deinen Steinen bist du mir ans Herz gewachsen. Unter jedem Stein liegt eine teure Erinnerung. Es liegen ja meine liebsten Erinnerungen unter den Steinen. Ich liebe dich, und deshalb wird mir immer leichter ums Herz wenn ich in deinem Schoß verweilte." So äußerte sich Mažuranić über seine und unsere Stadt Novi Vinodolski, so schreiben auch wir über sie, mancher mit Feder und Bleistift, mancher mit Leinwand und Pinsel oder mit Hammer und Meißel in Stein, und andere mit ihren Gedanken und ihrem alltäglichen Leben. Prof. Dr. Vinko Antić vermerkte in seiner Beschreibung von Novi Vinodolski für den hier im Jahre 1964 abgehaltenen Folkloristenkongress: "Novi Vinodolski ist nicht mehr nur die Stadt des Gesetzbuches von Vinodol und der Brüder Mažuranić, sondern auch eine Stadt des Fremdenverkehrs". Hier sind einige Angaben über diese Fremdenverkehrsstadt Novi Vinodolski. Es ist schwer festzustellen, in welches Jahr genau der Beginn des Fremdenverkehrs in Novi Vinodolski fällt, denn der Tourismus ist kein unabhängiger Erwerbszweig, er steht in enger Verbindung mit vielen wirtschaftlichen Tätigkeiten und Dienstleistungen. Das erste Jahr, in dem eine größere Anzahl von Besuchern in Novi Vinodolski festgestellt wurde, ist sicher nicht gleichzeitig das erste Jahr des Fremdenverkehrs. Vorbedingungen für die Entwicklung des Fremdenverkehrs wurden schon viel früher geschaffen, denn schon 1851 wurde hier ein Postamt eingerichtet, und die Postkutsche welche die Post transportierte, nahm auch Reisende auf. Man kann mit Sicherheit behaupten, dass die meisten Reisenden notgedrungen reisten, aber einige von ihnen reisten zu ihrem Vergnügen um andere Länder kennenzulernen. Aus einem Brief von Matija Mažuranić an seinem Bruder Antun ist ersichtlich, dass 1868 im Hafen von Novi Vinodolski das erste Liniendampfschiff anlegte. Unter anderem schreibt er: "Dabei fällt mir gerade ein, dass auch ich mit dem Dampfschiff als erstes nach Senj oder Rijeka fahren sollte." Schon viel früher, 1746, wurde die Straße von Novi über Vinodol und Bakar nach Rijeka gebaut, 1784 die Straße von Novi nach Senj, 1811 die Straße von Novi über die Gegend Zagori, Selce und Crikvenica bis Križišće, und 1874 wurde die Straße Novi-Jasenak-Ogulin für den Verkehr freigegeben, welche den kontinentalen Teil Kroatiens auf dem kürzesten Wege durch ein Gebiet von Hochwäldern mit dem Meer verband. Die Lage von Novi Vinodolski am Kreuzungspunkt dieser Straßen war sehr wichtig und bedeutend, so dass es nicht Wunder nimmt, wenn 1891 Dr. Johann Frischauf in seinem "Führer durch Crikvenica" schreibt: "In Novi gibt es die Gasthäuser Dorčić und Frković, die auch eine größere Anzahl von Touristen aufnehmen können." Den Beginn des Fremdenverkehrs kann man jedoch auch dann nicht sehen. Jedoch, die Tatsache, dass 1878 am "Bribirer Kai" in Novi Vinodolski die Badeanstalt der Familie Merzljak entsteht, und dass der Priester Šegulja kurz danach seine Badeanstalt baut, unmittelbar gefolgt von dem Holzkaufmann aus Novi Vinodolski, Nikola Srića, ist Beweis genug, dass damit auch Novi Vinodolski begonnen hatte, seinen Fremdenverkehr zu entwickeln. Obwohl die ersten aus Holz erbauten Badeanstalten in Privatbesitz waren, kann man ihre Errichtung doch als Potential des Tourismus betrachten; aus diesem Grund gilt das Jahr 1878 als Eröffnungsjahr des Fremdenverkehrs, und Novi Vinodolski reiht sich dadurch unter die Pioniere des Fremdenverkehrs in Hrvatsko Primorje ein. Keiner der Erbauer der neuen hölzernen Badeanstalten im Hafen von Novi, welcher Buchenpfosten in den sandigen Meeresboden einschlug, kam auf die Idee, dass es Pfosten eines neuen wirtschaftlichen Erwerbszweig waren, Pfosten die den Beginn des Fremdenverkehrs in Novi Vinodolski einleiteten, und deren erhaltene Teile nach 110 Jahren ein wertvolles Exponat des Volksmuseums von Novi Vinodolski sein werden. Novi Vinodolski war auch damals eine Stadt am Meer, aber wirtschaftlich von Vinodol abhängig, eine Stadt, deren Einwohner größtenteils Landwirte, Maurer und Steinmetze waren, und nur wenige Fischer oder Seeleute. Den Wert des Meeres und seine wirtschaftliche Bedeutung für den Fremdenverkehr konnten nur wenige voraussehen, und jene die es taten, haben sich nur selten dazu geäußert. Deshalb ist ein Zitat aus einem Brief von Matija Mažuranić (Glavar) wichtig, den er am 12.Juni 1844 an seinen Bruder Antun in Zagreb richtete. Es handelte sich um den Verkauf des Domazetović-Hauses (heute "Alte Post", früher Eigentum der Familie Ferković): "dieses Haus will niemand, weil es am Meer liegt. Dieses Haus ist jedoch ein wahrer vergrabener Schatz, den man ausgraben wird, wenn einmal der Hafen angelegt wird, oder die Straße entlang des Meeres, dann wird es das Haus an der besten Stelle von Novi sein." Diese wenigen Worte aus dem Brief des Matija Mažuranić enthüllen, dass er ein wahrer Visionär des Fremdenverkehrs gewesen ist; er erkannte die günstige Lage am Meeresufer, einer Lage von der heute viele wegen der dichten Besiedelung nur träumen können. Bald darauf, im Jahr 1886, errichtete die Gemeinde Novi im Hafen die erste hölzerne öffentliche Badeanstalt auf schwimmenden Balken. Das Badeleben spielte sich im Umkreis des Hafens ab, unterhalb der Stadt, und bald konnte man feststellen, dass der Handelsverkehr im Hafen die Ruhe des Badelebens störte. Deshalb wird 1889 die Badeanstalt in die Bucht Lišanj verlegt, und daneben eine neue Badeanstalt auf festem Boden errichtet, mit 14 Kabinen, denen sich alsbald 14 weitere zugesellten, wegen der immer wachsenden Anzahl von Badenden. Das war der Beginn der Entwicklung der Strand- und Fremdenverkehrszone von Novi Vinodolski, die Lukavice heißt. Der alte, aus dem Mittelalter stammende Ort Novigrad lebte auf dem Berg über dem Meer, seine Einwohnerschaft war auf die Ebene Vinodol ausgerichtet und die dortige Landwirtschaft, aber durch die Ausbildung dieser neuen Strandzone begann eine neue Epoche in der Entwicklung von Novi Vinodolski - die Epoche des Tourismus. Zu den Vorbedingungen der Entwicklung des Fremdenverkehrs gehörte in erster Linie der Bau neuer Hotels und Restaurants. Der aus Novi gebürtige Ladislav Potočnjak und seine Frau Marija , geborene Mažuranić, errichteten 1892 das erste Hotel von Novi Vinodolski, "Lišanj", das 1894 eröffnet wurde, mit einer Kapazität von acht Zimmern und einem größeren Gesellschaftssaal. Leider besitzen wir keine Angaben über die Zahl der Gäste und dem Fremdenverkehr in diesen ersten Jahren, aber schon 1893 wurde vermerkt, dass in Novi Vinodolski mehr als 300 Gäste verweilt haben, die in Privathäusern wohnten und sich verköstigten. Das der Tourismus für einige vorausschauende und geschäftstüchtige Einheimische ein interessanter und vielversprechender Erwerbszweig war, bestätigt die Tatsache, dass der Bauunternehmer Ivan Mažuranić genannt Janko an der Straße nach Senj das Hotel "Slavuj" mit 14 Zimmern erbaute. Ein anderer Einheimischer, ebenfalls Bauunternehmer, Stjepan Piškulić-Vujica, erbaute in unmittelbarer Nähe des Hotels Lišanj ein drittes Hotel, das nach der Vollendung den Namen "San Marino" erhielt. Parallel zur Entwicklung des Fremdenverkehrs und der Errichtung der ersten Hotels ergab sich auch die Notwendigkeit neuer Kommunalobjekte. Im Jahr 1884 entsteht die Gravitationswasserleitung mit fließendem Wasser aus der Quelle "Ivanj". 1892 wurde die Küstenstraße als Promenade bis zum Hotel Lišanj, bzw. bis zu den Badeanstalten und Stränden, ausgebaut und 1898 entsteht eine neue hölzerne Badeanstalt mit 60 Kabinen. Die Zahl der Besucher wächst von Jahr zu Jahr, und 1897 liest man im Statistischen Jahrbuch des Königreichs Kroatien und Slawonien, dass in Novi 374 Gäste geweilt haben. Der Zustrom der Touristen und die Erkenntnis, dass Novi Vinodolski sich in den Sommermonaten zu einem anziehenden Fremdenverkehrsort entwickelt hatte, führte zur Gründung der "Gesellschaft für die Verschönerung von Novi und Umgebung" im Jahr 1902. Gleich nach der Gründung unternimmt die Gesellschaft im Ort Schritte. um den Aufenthalt für die Gäste im Sommer angenehmer und interessanter zu gestalten. Die Uferpromenade wird bis zu den Ruinen der alten römischen Burg Lopar verlängert, und gleichzeitig wird das alte Hotel Lišanj erweitert, das durch den neuen Anbau jetzt über 24 Zimmer verfügt. Aufgrund des Gesetzes für das Gesundheitswesen aus dem Jahr 1906 verändert die "Gesellschaft für die Verschönerung von Novi und Umgebung" ihren Namen und heißt jetzt "Kurkommission". Im Jahr 1909 wird Novi Vinodolski zum Seebad und klimatischen Kurort proklamiert. Man beginnt mit der Bewaldung einer großen Parkfläche in unmittelbarer Nähe der Badeanstalt und des Hotels Lišanj, auf Parzellen die aus Privatbesitz angekauft wurden. So entstand das Kernstück des heutigen Parks in dem neben einheimischen Laub- und Nadelbäumen auch verschiedene Mittelmeergewächse gedeihen. Die kahle küstenländische Karst verwandelte sich so, dank des Einsatzes von Fachleuten, in eine angenehme Zone der Erholung in unmittelbarer Nähe des Meeres. Von 1917-1922 erlebt das Hotel Lišanj einen neuen Aufschwung und vergrößert seine Kapazitäten auf 60 Zimmer mit fließenden Warm- und Kaltwasser und zwei Gesellschaftsräumen. Der Erste Weltkrieg unterbrach den intensiven Ausbau von Privathäusern und Villen, die sich im Norden des Parks an der Straße nach Senj aneinander reihten, und für ihre Eigentümer und deren Freunde, sowie auch für einheimische und fremde Gäste angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten boten. Unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, der glücklicherweise den Küstenstädten keinen materiellen Schaden zugefügt hat, und unter dem auch Novi Vinodolski nicht zu leiden hatte, setzte die touristische Tätigkeit wieder verstärkt ein, und zwar dank des Einsatzes der Kurkommission und dem individuellen Ausbau von Sommerhäusern und Privatvillen. Im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen wurden in Novi keine größeren Hotels gebaut, mit Ausnahme des Hotels "Klek" mit 22 Zimmern, das 1935-36 im Hafen erbaut wurde. Die Arbeit der Kurkommission beschränkte sich nicht auf die propagandistische Aktivität mit der Herausgabe von Prospekten und Fremdenverkehrsführern. Es gab auch andere touristische Aktionen, wie die Erweiterung der Badeanstalt die damals schon 120 Kabinen hatte, die Einrichtung von Stränden, die Erneuerung der Uferpromenade, der Parks- und Baumalleen, und im Park wurde ein neuer Tennisplatz angelegt, nachdem der alte dem Anbau des Hotels Lišanj weichen musste. Die Kurkommission änderte 1933 ihren Namen in Seebadkommission. Von 1935 bis zum 14. März 1941 wirkte sie dann unter dem Namen "Touristischer Gemeindeausschuss". Diese touristischen Organisationen gaben den Anstoß für die Ausführung von Projekten für den öffentlichen Nutzen. So wurde auf Initiative der Kurverwaltung Novi die Wasserversorgung aus der Quelle Žarovnica bei Novi Vinodolski geregelt, die alle drei Badeorte an der Küste, Novi, Selce und Crikvenica, sowie auch die Orte Povile und Ledenice mit Wasser versorgte. Das Programm wurde 1932 durch den Ausbau einer Wasserleitung realisiert. Novi erhielt damals eine elektrische Zentrale für die Haus- und Straßenbeleuchtung. Unterhalb der Uferpromenade wurde eine neue Badeanstalt mit 113 Kabinen, sanitären Anlagen, Duschen und einem Trampolin aus Beton angelegt. Im Zeitraum von 1934 bis 1940 wurde die touristische Adriastraße von Sušak bis Novi Vinodolski gebaut, welche Europa noch enger mit den Städten der adriatischen Riviera, und so auch mit Novi Vinodolski, verband. Wegen der immer zahlreicheren Gäste konnte Novi einen von Jahr zu Jahr wachsenden Fremdenverkehr verzeichnen. Während 1931 in Novi 2.406 Touristen geweilt hatten mit insgesamt 45.006 Nächtigungen, waren es 1935 schon 3.278 Touristen mit 59.850 Nächtigungen. Der Fremdenverkehr kulminierte 1939 mit 3.946 Gästen mit 62.992 Nächtigungen. Was für ein angenehmer und ruhiger, familiärer Ferienort Novi Vinodolski damals war, ersieht man auch daraus, dass Mitglieder der damaligen königlichen Dynastie Karadjordjević, die ihren Erholungsort überall im Lande oder in der Welt wählen konnten, gerade das Hotel Lišanj in Novi Vinodolski als ihren Ferienort erwählt hatten. Dieser vielversprechende touristische Aufschwung von Novi Vinodolski mit vielen Gästen, der Ausbreitung der Stadt und dem Ausbau kommunaler Objekte wurde leider durch das grausame Kataklisma des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. Dieser Krieg verwandelte die einheimische, friedliebende Bevölkerung in Kämpfer - Verteidiger ihrer Heimat und ihrer heimatlichen Herde, und viele der bisherigen Touristen kleidete er in die Uniformen der Soldateska des Okkupators. Die Schrecken des Krieges verdrängten alle Annehmlichkeiten aus dem Alltagsleben, und sogar das Wort "Tourismus" wurde im Zeitraum von 1941 - 1945 vollständig vergessen. Nach der Befreiung des Landes begann in den Küstenstädten, deren Parks von Laufgräben zerwühlt waren, während die Erdgeschosse der Hotels und Restaurants in Pferdeställe verwandelt worden waren, die Erneuerung. Man wartete auch nicht lange, um den Tourismus neu zu beleben. Die am 3. November 1945 abgehaltene Sitzung des Initiativausschusses für die Erneuerung des Tourismus in Novi Vinodolski war die erste in ganz Hrvatsko Primorje. Der Initiativausschuss übernahm die Funktionen des touristischen Ausschusses der Vorkriegszeit; er kümmerte sich um die Erneuerung des Parks, Badeanstalten und Strände, öffnete sein Büro, machte Propaganda für den Ort, und bemühte sich um die Unterbringung der Touristen, die schon in den ersten Nachkriegsjahren wieder hierher auf Badeurlaub kamen. Schon im ersten Nachkriegsjahr, 1946, weilten in Novi 2.781 Gäste mit insgesamt 43.757 Nächtigungen. Damals waren unter diesen Gästen nur 22 aus dem Ausland. Die Hotelkapazitäten wurden durch verschiedene Organisationen auf dem Fremdenverkehrsmarkt angeboten, bis nicht die Gemeinde Novi Vinodolski im April 1948 das Städtische Hotelunternehmen "Lišanj" gründete. Die materiellen Möglichkeiten des Landes erlaubten nicht den Bau neuer Hotels, Restaurants oder Gaststätten, man konnte sich nur bemühen, die noch bestehenden touristischen Kapazitäten zu erhalten. Am 27. Januar 1953 wird in Novi Vinodolski der Fremdenverkehrsverein gegründet, der mit der im Jahre 1902 - 1903 in Novi begonnenen touristischen Tätigkeit fortfuhr, als die erste Gesellschaft für die Verschönerung von Novi und Umgebung gegründet worden war. Mit der Gründung dieser beiden Fremdenverkehrsorganisationen beginnt die dritte Epoche der touristischen Entwicklung von Novi Vinodolski. Um begreiflich zu machen, welche Resultate in dieser dritten Epoche der touristischen Entwicklung von Novi Vinodolski erreicht wurden, muss betont werden, dass der Ort 1953 nur über 471 Betten für Touristen verfügte. Davon waren 270 Betten in staatlichem und 201 Betten in Privatbesitz. Die kommunalen Einrichtungen des Ortes waren bescheiden, weil sie nur auf die einheimische Bevölkerung berechnet waren. Die touristische Infrastruktur lag in den Anfangsgründen und beschränkte sich auf die Badeanstalt mit ihrem Strand und die Uferpromenade. Der Ort hatte elektrische Beleuchtung, eine Wasserleitung, einen Hafen für den Lasten- und Personenverkehr und Makadamstraßen. In der dritten Phase der Entwicklung des Fremdenverkehrs, die 1955 begann, wird die kommunale Infrastruktur ergänzt durch Benzinpumpen an der adriatischen Touristenstraße, einer Post mit automatischer Zentrale, einer Apotheke, Hafenamt, Autobusstation, einem Handelszentrum mit Geschäften, Markthalle und Fischhalle, sowie weiteren Badeanstalten und Stränden. Novi gewinnt immer mehr das Aussehen eines modernen touristischen Städtchens. Das neue Kanalisationsnetz, die Wasserleitung und die Asphaltstraßen strecken sich allmählich auch auf die neuen Stadtgebiete Bribirska Obala, Kalvarija, Prisika und Grabrova aus, und Novi vervierfacht dadurch seine Grundfläche. Große Fortschritte auf dem Gebiet des Tourismus kann Novi Vinodolski seit 1961 vermerken. Die neue Wirtschaftspolitik gewährte dem Ort Investitionskredite, wodurch die touristische Wirtschaft expandierte und damit auch die Förderung des Fremdenverkehrs an der adriatischen Küste. Auch das Hotelunternehmen Lišanj nimmt Kredite für den Ausbau und die Vergrößerung der touristischen Kapazitäten auf. Im Jahr 1961 wird der Autocamp "Zagori" eingerichtet, 1962 entstehen die Bungalows in der Touristensiedlung "Povile", 1963 baut man das Restaurant und die beiden Pavillons in der Touristensiedlung Zagori, 1964 wird das Hotel "Horizont" gebaut, als Dependance des Hotels Lišanj, 1967 entstehen die übrigen Pavillons der Touristensiedlung Zagori und das Bürogebäude des Fremdenverkehrsverein, 1981 entsteht das erste Hallenbad mit Meerwasser in der der Touristensiedlung Zagori und die Etappe der Badeanstalt in der Bucht Lišanj, und 1983 wird das Hotel Lišanj angebaut und erweitert, und die zweite Etappe des Badestrandes und des Freibades am Strand vollendet. |
| Quelle: Bibliothek Touristische Monographien Nr. 19- 1989 |