Die römische Festung Lopsica (Lopar)

Von der alten Festung Lopsica - Lopar sind nur einige wenige Reste - "reliquiae reliquiarum" - erhalten. Die Vergangenheit dieser uralten Festung ist in Dunkel gehüllt und bis heute ungeklärt. Professor Gjuro Szabo unterstützt in seiner Abhandlung "Mittelalterliche Burgen" die Behauptung von Dr. J. Brunšmis "dass sich hier irgendwo die römische Ansiedlung "Ad Turres" befunden hat". Auch aufgrund alter geografischer Karten kann man nichts genaues feststellen, weil diese Karten, obwohl sie aus derselben Zeit stammen, verschiedene Angaben machen. So ist z.B. auf der Karte des Geografen Abraham Ortelius, publiziert 1570 in seinem Werk "Theatrum orbis terrarum", unter der Bezeichnung Karte von Pannonien und Illyrikum der Stamm Lopsa mit Lopsica irgendwo unterhalb von Senj eingezeichnet.
Die römische Festung Lopsica (Bild vergößern)Dagegen findet man etwas später auf der Karte von August Hirschvogelius aus dem Jahr 1579 - Carta Sclavoniae, Croatiae, nova descriptio - die Bezeichnungen NOUI (Novi) und LOPUR (Lopar).
Die Wissenschaftler sind verschiedener Ansicht. Die einen behaupten, dass Lopar eine alte römische Festung war, während die anderen der Meinung sind, dass es eine alte mittelalterliche Burg der Frankopan gewesen ist. Wie auch immer, bedauerlich ist, dass uns heute als Zeugen der Vergangenheit nur einige Mauerreste geblieben sind, die nichts mehr aussagen können, aber weit in die Vergangenheit zurückreichen.
Die Ruinen der Burg Lopar waren bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs ziemlich gut erhalten. Die Rekonstruktion des Grundrisses der Burg aus dieser Zeit bezeugt, ebenso wie die Fotografien, dass es sich um ein fünfeckiges Bauwerk gehandelt hat, dass an der Meeresseite von zwei starken quadratischen Türmen flankiert war, und auf der Nordseite von zwei weiteren, kleineren.
Die Burg war aus Bruchsteinen gebaut, und im Kalkverputz fanden sich als Beigabe zerkleinerte Ziegel.
Die Reste der Burgruine Lopar befinden sich an der südöstlichen Peripherie des Parks von Novi, unmittelbar am Meer, in Reichweite der Adria-Straße die von Novi nach Senj führt. In unmittelbarer Nähe liegt das Erholungsheim des Roten Kreuzes der Stadt Zagreb.
Quelle: Bibliothek Touristische Monographien Nr. 19- 1989

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