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Nach den Ergebnissen von Archäologen war die Halbinsel Krim immer das gelobte Land. Die Zeugnisse davon werden noch in der uralten Geschichtsschreibung aufbewahrt. Ungefähr vor rund 150.000 Jahren, lange vor Geburt des allgemein anerkannten Vaters der Geschichte Herodot, siedelten in den Höhlen und den Grotten die Vertreter der menschlichen Rasse. Neandertaler-Siedlungen aus der Epoche von Früh- und mittlerer Altsteinzeit wurden an vielen Stellen der Krim (Ak-Kaja bei Belogorsk, Tschokurtscha in der Nähe Simforopols, Staroselje in Bachtschisseral u.a.) entdeckt. |
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Zahlen und Tatsachen |
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| Die Spuren des Volkes,
das teilweise von den Skythen gedrängt oder mit den Ureinwohnern
assimiliert wurde, sind in Toponymik der Krim erhalten geblieben:
Bosporus (heute Kertsch), Kimmerik (die altertümliche Siedlung im
westlichen Teil des Berges Opuk, südliche Küste der
Kertschhalbinsel) u. a. Einige Gelehrte neigen dazu, dass
Kimmerier die Gründer von sogenannter Kisil-Kobinsk-Kultur (7. -
5. Jh. v.u.Z.) sind. Die anderen verbinden sie mit Tauriern, die
den südlichen Teil der Halbinsel ungefähr zu derselben Zeit
besiedelten (10. - 9. Jh. v.u.Z.). Von ihrem Namen (Taur - das
Bergmassiv) nannten die altertümlichen Griechen den südlichen
Teil der Bergwaldzone Taurika. Im Mittelalter, bis ins 15. Jh.,
verbreitete sich der Name auf die ganze Halbinsel. Die schriftlichen Quellen erzählen über Grausamkeit und Wildheit von Tauriern, die angeblich Menschen als Opfer brachten. Die Seeleute, die Schiffbruch an den felsigen Küsten Taurika erlitten, wurden an der Kathedrale (auf dem hohen Felsen) der Göttin Dewa (Jungfrau) gebracht und ins Meer geworfen. Die Menschen kamen, um den Ritus anzuschauen. So schrieben die Griechen, und wie alles wirklich geschah (oder nicht geschah), weiß Gott allein. Aufgrund dieser blutigen Legenden schufen die uralten Schriftsteller ihre Werke (z.B. "Ifigenia in Taurida" von Euripid). Die ersten griechischen Kolonien sind an der Küste vor zweieinhalb tausend Jahren entstanden. Die Hellenen führten auf der Halbinsel ihre Zivilisation ein. Die Auswanderer aus Milet gründeten Feodossija, Pantikapaj, Mirmekij, Nimphej und andere Kolonien auf der Kretschhalbinsel, die Kolonisten aus Heraklea besiedelten den Westen und Südwesten Taurika, hier entstand Kerkintida (heute Jewpatoria), Chersones und Kalamita (heute Sewastopol), Kalos-Limen (heute Tschernomorskoje). Außer dem günstigen Hafen unterschieden sich diese Städte dadurch, dass sich dort Grundstücke für die landwirtschaftliche Nutzung befanden. Die Kolonisten bauten Wein, Getreide und Obst an. 6. - 3. Jahrhundert vor unserer Zeit. In der historischen Ära erscheinen die Skythen, die von den Steppen der Schwarzmeernordküste gekommen sind. Sie waren Nomaden und Krieger. Zar Atej, der die Skythen zu einem bedeutenden Heer vereinigte, fiel in benachbarte Gebiete ein. Aber nach der Niederlage, die Phillip Makedonsky den Skythern beibrachte, und Zar Atej sein Leben lassen musste, sowie durch den Druck der Sarmaten, hatten die Skythen die Steppen zwischen den Mündungen der Donau und des Don zu verlassen. |
| Diophant-Kriege
Zar Mitridat VI sendete den Heerführer Diophant
auf die Krim, um der Bevölkerung Chersones im Krieg gegen Skythen
Hilfe zu leisten. Beide Feldzüge waren erfolgreich und Diophant
zu Ehren wurde auf dem Platz in Chersones seine Statue errichtet.
Nach dem dritten Feldzug eroberte Diophant auch das
Bosporus-Reich. Die Historiker schreiben ihm noch einige
glänzende Feldzüge bewusst zu, die er vielleicht nicht
vollbrachte. Die Autorität des hervorragenden Heerführers war so
groß, dass eine Reihe der erfolgreichen Feldzüge ein gemeinsamer
Name "Diophant-Kriege" vergeben wurde.
Skilur ist der berühmteste Skythen-Zar.
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Chersones
- Antike und Mittelalter |
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| Sie gründeten ihren Staat auf
der Krim, dessen Hauptstadt im 3. Jh. v.u.Z. Skyphisches
Neapol (heute Simferopol) wurde. Der Staat erreicht seine
Blüte beim Zaren Skilur und seinem Sohn Palak (2. Jh.
v.u.Z.). Die Skythen strebten danach, Zugang zum Meer zu
erobern und die Griechen von der Küste zu verdrängen. Es wurden Kriege entfesselt. Um die Skythen im Westen zu schlagen, baten die Chersonesiten den pontischen Zaren Mitridat VI. um Hilfe. An der Spitze seiner Truppen stand der talentvolle Heerführer Diophant. In der Schlacht gegen ihn erlitten die Skythen eine Niederlage und Chersones geriet in Abhängigkeit von Pont. |
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| Griechische Amphoren vom Meeresgrund, wo sich derzeit der größte Teil Chersones befindet | Erste Straßen im Taurika-Gebirge wurden von römischen Kriegern gebaut | |
| 107 vor unserer Zeit. Im Bosporus-Reich brach ein Aufstand der Skythen unter Sawmak aus. Erneut schickte Mitridat der Diophant, um die Rebellen zu beschwichtigen. Der Lohn für die Militärhilfe war der Anschluss von Bosporus an die Besitzungen Mitridats, der in Kürze einen Krieg mit Rom entfesselte. Leider verriet sein eigener Sohn Farnak den hervorragenden Herrscher der Antike. Er stellte sich auf die Seite des Feindes. | ||
| 63 nach
Christi Geburt. In Chersones erschienen römische Legionäre,
die von den Bewohnern der Police für den Schutz vor den Angriffen
seitens der Barbaren eingeladen wurden. Als Zeugnisse der
römischen Anwesenheit auf der Krim dienen die Festungsruinen
Charaks auf dem Kap Aj-Todor sowie der Weg, der durch
Schaitan-Merdwen angelegt wurde. An der östlichen Küste bauten
die Römer zwecks Befestigung des Bosporus die Festung Ilurat. Ein Ende der Skythen-Herrschaft auf den umfangreichen Steppenweiten der Halbinsel wurde durch den Einfall der Goten und Alannen gemacht. 375 n.Chr. wurde die Krim von Hunnen erobert. Im Kampf zwischen den Ankömmlingen und der örtlichen Bevölkerung ist nicht nur der skyphische Staat, sondern auch die Städte des Bosporus untergegangen. Die am Leben gebliebenen Skythen sind in die Berge gezogen, wo sie sich den Tauren anschlossen. |
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| Das Mittelalter auf der Krim ist durch zahlreiche historische Erschütterungen gezeichnet. An Stelle der Griechen sind die Genueser und die Venezianer gekommen, die den Kampf für die Herrschaft am Schwarzen Meer aufnahmen. Außerdem, dass Taurika an und für sich die Aufmerksamkeit von den Kolonisten für sich heranzog, erstreckte sich hier auch der berühmte Seidene Weg, eine Handelsarterie zwischen dem Osten und dem Westen. Genua verdrängte schließlich die Venezianer und an der taurischen Küste sind die genuesischen Faktoreien entstanden: Kafa (heute Feodossija), Soldaja (heute Sudak), Tschembalo (heute Balaklawa). Die Genueser festigten ihre Städte vom Meer und vom Land aus, indem sie Festungen bauten, deren Reste die Touristen heute beschauen können. Nach Eroberung der Krim von Mongolen gelang es Genua seine Faktoreien an der Küste zu erhalten. | |||||||||
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| Am 18. Oktober 1921 entstand die Krim-ASSR als der Bestandteil russischer Föderation. Die Krim erlebte alle Etappen vom Aufbau des Sozialismus: Kulakenverfolgungen, Kollektivierung, Industrialisierung, Fünfjahrpläne... Durch den Versuch, die Autonomie in die industrielle Region umzuwandeln, wurde die Natur der einzigartigen Heilstätte beeinträchtigt. Aber es war unmöglich, die Mühle der sowjetischen Politik zu stoppen. Gegen die Beschlüsse der Regierung konnte keine Berufung eingelegt werden. | Der
letzte russische Zar Nikolai II. |
![]() Vom 4. - 11. Februar fand im ehemaligen Zarenschloss von Liwadija bei Jalta die "Jalta-Konferenz" statt, wo Roosevelt (USA), Churchill (Großbritannien) und Stalin (UdSSR) über das Schicksal nicht nur Nachkriegsdeutschlands, sondern auch der ganzen Welt berieten |
Die schrecklichen Jahre des
Großen Vaterländischen Krieges sind an der Halbinsel nicht
vorbeigegangen. Das "Kleine Land" - so nannte man die Krim in
der Kriegszeit - bedeutet die mutige Verteidigung Sewastopols 1941-1942,
die Kertsch-Feodossija Landungsoperation, "Ognennaja semlja"
Eltigen (Feuerland), der Heldentat Adshimuschkai, der Heroismus von
Partisanen und Illegalen.... Die Städte Sewastopol und Kertsch sind mit
dem Titel "Heldenstadt", mit der höchsten Auszeichnung
"Held der Sowjetunion" 1.500 Menschen ausgezeichnet worden,
die auf Krimerde kämpften. Die Krim wurde im Mai 1944 befreit. Die Bevölkerung der Halbinsel war auf die Hälfte |
| reduziert, in den Städten nur Ruinen, die Volkswirtschaft zerstört. Darunter wurde ein großer Teil der Krimbevölkerung durch die Anordnung Stalins deportiert (Krimdeutsche schon 1941, Tataren, Bulgaren, Armenier, Griechen 1944). 1945 wurde die Krim-ASSR zum Krimgebiet umgestaltet. | |
| 1954, lt. Anordnung
Nikita Chrustschow, gehört die Krim von nun an zur Ukrainischen
Sozialistischen Sowjetrepublik. Die Volkswirtschaft der Region wurde
allmählich wieder hergestellt. Ab 1968 begann die Rückkehr der
deportierten Bevölkerung auf die Krim. Es gelang der Krimbevölkerung
den Bau eines Atomkraftwerkes auf der Halbinsel Kertsch zu stoppen. Großer
Schaden wurde der Krimweinverarbeitung durch die Gorbatschows
Antialkoholaktion zugefügt. Glücklicherweise wurden Eliteweinberge
nicht vollständig vernichtet.
Im Januar 1991sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung in einem Referendum für die Schaffung einer autonomen Republik Krim aus. Z. Zt. ist das ehemalige Gebiet Krim die Autonome Republik Krim innerhalb der Ukraine. |
![]() Staatsflagge der Ukraine und Flagge der Autonomen Republik Krim |