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Hasenterrine
Zutaten
1 Hase von 4½-5 kg, 350 g fetter Speck, 2 dicke Karotten, ¾ l Wasser, 1 große Zwiebel, 35-40 g Salz, feine Kräuter, 20 g Pfeffer, ¼ l Weißwein
Für die Fülle
250 g Schinken, 250 g Kalbfleisch, 250 g Schweinefleisch, knapp ¼ l Armagnac, Salz, Pfeffer, sonstige Gewürze
Für die Marinade
1 Zwiebel, knapp ¼ l Öl, 25-40 g verschiedene Gewürze, 1 Karotte, knapp ¼ l Rum

Was soll man mit einem Hasen anfangen, der 9 oder 10 Pfund wiegt, zu alt ist oder durch den Gewehrschuss so zerrissen wurde, dass man ihn nicht als Braten auf den Tisch bringen kann?
Die einzige Rettung in diesen Fällen ist die Pastete. Wenn der Hase schlecht getroffen ist, hat er kein Blut. Wenn sein Fleisch, weil er zu alt war, zäh ist, dann gibt Ihnen die Pastete die Möglichkeit, Ihre Kochkunst ins richtige Licht zu setzen.
Der Hase wird abgezogen und ausgenommen. Die Leber, Herz und Lunge werden aufgehoben, ebenso das Blut, falls vorhanden. Mit den Knochen und den Überresten, die sich beim Ausbeinen ergeben, bereiten Sie folgenden Sud:
Man zerstößt den Kopf und die Knochen und gibt alles in eine Kasserolle mit dickem Boden, zusammen mit der gehackten Zwiebel, den zerkleinerten Karotten und feinen Kräutern, jedoch nicht zu vielen. Man salzt und pfeffert ganz leicht, gießt mit ¼ l Weißwein und ¾ l Wasser auf und lässt zum Kochen kommen. Die Brühe soll das Fleisch und die Knochen kaum bedecken. Man muss fortwährend sorgfältig abschäumen und bei offenem Topf auf mittlerem Feuer so lange kochen, bis die Flüssigkeit eingekocht ist.
Schließlich passiert man alles durch, lässt einmal aufkochen, schäumt ab und stellt diesen Sud beiseite.
Das Filet, wenn es nicht beschädigt ist, und die Teile der Schenkel, die keine Sehnen haben, ebenso der Rücken werden auf die Seite gelegt. Der Rest wird gehackt. Die sehnenartige Haut über dem Rücken muss man auf jeden Fall entfernen. Man lässt die Stücke entweder getrennt oder zusammen in einer knappen Marinade beizen, die aus einigen Zwiebelscheiben, zwei zerkleinerten Karotten, Gewürzen, Rum und Öl besteht, aber weder Salz noch Pfeffer, noch Wein enthält.
Man legt eine feuerfeste Form mit fettem Speck aus und gibt zwischen Speck und Boden 1 Lorbeerblatt.
Nun bereitet man im Fleischwolf eine Farce aus trockenem rohen Schinken, magerem frischem Schweinefleisch, fettem Speck und Kalbfleisch. Man muss diese Bestandteile gegeneinander abwägen, um eine weiche, aber nicht zu feste Farce zu erhalten, denn sonst würde sie beim Backen zu viel Fett abgeben, und man bekäme nicht das erwünschte Resultat. Man würzt diese Farce, gibt diese sehr fein gehackte Stücke des Hasenfleisches hinein, die Leber, das Herz und die grob gehackte Lunge, schließlich das Blut und den Rest Kochflüssigkeit. Das Ganze wird gut gemischt.
Man kann auch einen Teil der Farce ohne Hasenfleisch lassen, um verschiedene Farbeffekte zu erzielen. Deswegen wickelt man auch die ganzen Hasenstücke in Speckstreifen.
Schmecken Sie die Farce ab, nachdem Sie etwas guten Armagnac dazugegeben haben. Für die Probe nimmt man von der Farce eine kleine Kugel ab, plattet sie ab und lässt sie in einer kleinen Pfanne schnell anbraten, dann kann man den Geschmack prüfen und unter Umständen Gewürze ergänzen.
Nun beginnt man die Terrine zu garnieren, indem man zuunterst die Farce legt und die Hasenstücke in die Mitte, darauf wieder Farce und zum Schluss eine Schicht von fetten Speckstreifen. Man lässt die Terrine 2½  Stunden im Wasserbad kochen oder sogar 3 Stunden, wenn die Pastete mehr als 5 Pfund wiegt. Um festzustellen, ob die Pastete gar ist, sticht man mit einer Stricknadel oder Spicknadel in die Mitte und zieht sie wieder heraus. Ist die Nadel heiß, was man mit der Zunge feststellen kann, und klebt kein Teig mehr daran, so ist die Pastete fertig. Dann gießen Sie den Sud darüber, der das oben schwimmende Fett verdrängt und überlaufen lässt. Dann lassen Sie alles kalt werden. Diese Pastete sollte, wenn sie sich auch einige Tage im Kühlschrank hält, innerhalb einer Woche aufgebraucht werden, da sonst der Geschmack beträchtlich leidet.
Fleisch-Geflügel-Vorspeisen kalt
Eingerollte Fleischpastete
Entenleberterrine
Geflügelleberterrine
Geflügelterrine
Hasenterrine
Kalbfleischterrine
Lammfüße mit Essigsauce
Pastete in Teigkruste
Rindfleischsalat
Schinkencreme (Mousse de jambon)
Schweinskopfsülze
Terrine aus Kalb- & Schweinefleisch in Gelee