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Bouillabaisse
Zutaten für 6 Personen
2 kg Fische, min. 6 oder 7 verschiedene Sorten, 1 Stück getrocknete Orangenschale, 3 Stangen Lauch, ½ Glas Olivenöl, 3 Tomaten, Salz, Pfeffer
Für den Sud
600 g Felsenfischchen, 3 Karotten, Thymian, Bohnenkraut, 1 Zweig Petersilie, ½ l guter Weißwein, 2 Suppenlöffel Öl, 2 Zwiebeln, 2 Prisen Gewürzkräuter, Lorbeerblatt, Rosmarin, 30 g Butter,1 Zweig Sellerie
Für die Marinade
1 Suppenlöffel Safran, Bohnenkraut, ½ Glas Olivenöl, 2 Prisen weißer Pfeffer, 1 Esslöffel Pastis (Pernod), Thymianblätter, 2 Prisen Salz, 2 Prisen schwarzer Pfeffer
Für die Rouille
2 kleine Pfefferschoten, 2 Lebern vom Schellfisch, Goldbarsch oder Stachelflossern, 1 kleine gekochte Kartoffel, 1 Knoblauchzehe

Der Fischsud
Zuerst muss man einen Fischsud mit den kleinen Felsenfischen, die zu jeder Fischsuppe gehören, bereiten. Tatsächlich sind alle diese Fische, an denen das Mittelmeer reich sind, Rouquiers, Sarans, Giralles usw. ebenso wichtig für die Bouillabaisse wie der Safran. Man zerdrückt sie, wenn sie gekocht sind, da es sich nicht lohnt, sie auf andere Weise zu servieren, aber sie geben ein ausgezeichnetes Aroma.
Man lässt langsam in einer Kasserolle in Öl und heiße Butter nicht zu viele Zwiebeln, Karotten und Kräuter dämpfen. Man kann alle möglichen Kräuter nehmen: Thymian, Lorbeer, Bohnenkraut, Rosmarin, nur darf keines vorschmecken und den Geschmack der Bouillabaisse beeinträchtigen. Petersilie und Sellerie können auch zugefügt werden, aber nur sehr mäßig. Kein Salz, kein Pfeffer oder scharfe Gewürze, auch kein Safran. Dann übergießt man alles mit einem Gemisch aus Wasser und Weißwein (¾ Wasser, ¼ Weißwein). Es gehört nämlich tatsächlich Weißwein dazu. In der Provence nimmt man immer Weißwein zum Fischsud für die Bouillabaisse. Allerdings muss es eine ausgezeichnete Qualität sein, damit er sich beim Kochen nicht verändert und bitter oder sauer schmeckt. Am besten nimmt man den gleichen Wein, der nachher auch zu der Bouillabaisse getrunken wird. Man kann das gleiche für alle mit Wein zubereiteten Gericht empfehlen. Der Wein aus Cassis oder aus dem Var eignet sich vorzüglich dazu. Sobald das Gemüse mit der Flüssigkeit aufgegossen ist, fügt man die Fische hinzu und passiert alles durch ein Sieb. Der Fischsud ist nun fertig.

Die Fische
Es ist eine Streitfrage, ob die Fische zerschnitten werden sollen oder nicht. Jedenfalls sind Fische mittlerer Größe die einzigen, die man im ganzen verwenden kann, die großen müssen in Stücke geschnitten werden.
Die Fischstücke und die ganzen Fische werden in eine Porzellanschüssel gelegt, mit Salz und Pfeffer gewürzt (¾ weißer, ¼ schwarzer Pfeffer), dazu kommen Safran, einige Thymianblätter, 1 Prise Bohnenkraut, 1 Prise Rosmarin, 1 Schuss Pastis (Pernod), und dann wird das Ganze mit Olivenöl übergossen. In dieser Marinade stellt man die Fische 1 Stunde kühl, wobei man sie entweder mit einem Holzlöffel des öfteren umwendet oder einfach durchschüttelt.

Die Krustentiere
Es ist in Marseille üblich, dass man Krustentiere in der Bouillabaisse mitkocht. Die Suppe wirkt dadurch zwar reichhaltiger, der Geschmack wird dadurch jedoch nicht verbessert, denn ihr Fleisch ist vollkommen geschmacklos, wenn sie in einer stark gewürzten Suppe gekocht werden. Wenn nun also unbedingt Schalentiere mitverwendet werden sollen, so scheint die folgende Methode noch die beste zu sein, die man in solchen Fällen anwendet: Man zerteilt sie der Länge nach und lässt sie in einer flachen Pfanne in sehr heißem Öl schnell anbraten. Darauf gießt man das Öl ab und lässt sie zugedeckt ganz langsam ungefähr 10 Minuten weiterdünsten. Dann erst legt man sie in die Bouillabaisse, anstatt sie roh hinzuzufügen. Die Kasserolle, in der man sie gedünstet hat, wird mit etwas Fischsud ausgeschwenkt, der ebenfalls in die Bouillabaisse kommt.

Der Lauch
Da es lästig ist und tatsächlich etwas mehr Arbeit macht, gibt man heute zur Bouillabaisse nicht mehr die typischen längsgeschnittenen Lauchstreifen, die "Julienne", wie früher üblich. Man glaubt auch nicht, dass es notwendig ist und dass eine andere Form den Geschmack der Suppe ändert. Nur vergessen darf man den Lauch nicht, aber in dünne runde Scheiben geschnitten erfüllt er seinen Zweck durchaus.

Die Tomaten
Sie werden geschält, entkernt und von ihrem Saft befreit, dann zerdrückt man sie oder dreht sie durch, damit sie ihren herben Geschmack verlieren.

Kartoffeln
Ob man Kartoffeln zur Bouillabaisse gibt, ist Geschmacksache. Tut man es, muss man sie schälen und in Scheiben von etwa 1 cm Dicke schneiden.
Man nimmt einen großen Schmortopf, gibt etwas Öl auf den Grund, lässt es heiß werden und fügt den geschnittenen Lauch hinzu. Unter dauerndem Umrühren lässt man ihn goldbraun werden und fügt nun, falls erwünscht, die Kartoffeln hinzu. Dazu kommen nun die Fische mit der Marinade und die Schalentiere, und alles wird mit dem heißen Fischsud aufgegossen, bis es bedeckt ist. Salz, Pfeffer, 1 Stück getrocknete Orangenschale, die zerdrückten Tomaten, die Seeanemonen und -tomaten folgen als nächstes, bevor man alles aufkochen und dann ohne zudecken auf starkem Feuer 15 Minuten weiterkochen lässt.
Die Bouillabaisse ist nun fertig. Falls allerdings Kartoffeln mitgekocht werden, dauert es etwas länger, und die längere Kochzeit spricht vielleicht gegen Kartoffeln in dieser Suppe.

La Rouille
Wenn Sie den scharfen Cayenne-Pfeffer lieben, dann können Sie damit eine Rouille bereiten. Das ist eine Sauce, die leicht herzustellen ist. Sie besteht aus kleinen Pfefferschoten und Fischleber. Man nimmt dazu gern die Leber des Goldbarsches oder aber die von Stachelflossern. Man zerstößt die Pfefferschoten zusammen mit Knoblauch in einem Mörser. Wenn man nur trockene Pfefferschoten hat, lässt man sie etwas in kaltem Wasser weichen. Sodann zerstößt man die Fischleber und eine in der Bouillabaisse oder in etwas Fischsud gekochte geschälte Kartoffel. Wenn alles gut vermischt ist, gibt man langsam etwas Bouillon von der Bouillabaisse dazu, ungefähr siebenmal das Volumen und passiert alles durch ein feines Sieb.

Anrichten
Geben Sie auf den Grund einer Suppenschüssel gebackene oder getrocknete Brotscheiben und füllen Sie mit der Bouillabaisse auf. In einer Sauciere reichen Sie dazu die Rouille. Natürlich kann man die Bouillon auch getrennt von den Fischen servieren.
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